Die neue kroatischen Regierung dreht an der Steuerschraube

Wie schon im Wahlkampf angekündigt hat die neue (linksliberale) Regierung in Kroatien eine Steuerreform verabschiedet, die bereits ab dem 1. März 2012 zur Anwendung kommt.
An dieser Stelle nur ein Hinweis auf die wichtigsten Änderungen. Eine ausführlichere Darstellung finden Sie unter Steuerartikel.

Bei der Umsatzsteuer erhöht sich der allgemeine Steuersatz von 23 auf 25 %, dafür wird der Steuersatz für diverse Lebensmittel auf 10 % gesenkt. Schließlich wird die Umsatzgerenze für Kleinunternehmer auf 200.000 kn pro Jahr heraufgesetzt.

Die wichtigste Änderung bei der Einkommen– und Gewinnsteuer ist die Einführung einer Quellensteuer auf Dividenden und andere Gewinnausschüttungen. Zur – symbolischen – Abmilderung der weitreichenden Entscheidung wird pro Person und Jahr ein Freibetrag von 12.000 kn gewährt.

Während bei der Einkommensteuer der Grundfreibetrag von 1.800 auf 2.200 HRK pro Person heraufgesetzt wird, werden die bisherigen proportionalen Steuersätze schon auf niedrigere Steuerklassen angewendet. Für Bezieher höherer Einkommen ergibt sich damit eine Steuererhöhung.

Schließlich werden auch die Bezieher von Auslandsrenten zur Kasse gebeten, die bisher von der Besteuerung verschont blieben. Inwieweit Kroatien dafür überhaupt ein Besteuerungsrecht hat, ergibt sich aus dem jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen. Im Fall von Renten aus der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung liegt das Besteuerungsrecht beispielsweise bei Deutschland.

Im Sozialversicherungsrecht wird der bisgerige Beitragssatz für die Krankenversicherung mit Wirkung ab dem 1. 5.2012 von 15 auf 13 % gesenkt.

Über Reinhold Kuffer

Geburtsjahr: 1954 Beruf: Wirtschaftsprüfer / Steuerberater Wohnort: München
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